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Externes Event
Epplehaus · Do., 09.07., 17:00
Start
Donnerstag, 9. Juli 2026 um 19:00
Ende
Donnerstag, 9. Juli 2026 um 23:00
Ort
Epplehaus
Kategorie
Epplehaus
Beschreibung
Leerstand + Wohnungsnot = Hausbesetzung. In Tübingen wurde diese Gleichung seit 1968 immer wieder praktisch gelöst: in ehemaligen Kasernen, Altstadthäusern, Kliniken, Villen, Gärten, Hörsälen und leerstehenden Wohnungen. Mit dem Sachbuch „Kein Gott, kein Staat, kein Mietvertrag?“ erscheint erstmals eine umfassende Chronologie der Tübinger Hausbesetzungen von 1968 bis 2026. Mehr als fünfzig besetzte Häuser und Räume erzählen von Wohnungsnot, Spekulation und Verdrängung, aber auch von Widerstand, Selbstverwaltung, subkulturellen Freiräumen und solidarischem Zusammenleben.Bei der Lesung stellen die Herausgeber Marc Amann und Elias Raatz mit weiteren Autorinnen das Buch vor und führen ganz grob durch fast sechs Jahrzehnte Stadtgeschichte von unten: von den studentischen Protesten der 68er-Zeit über den Häuserkampf der 1970er- und 1980er-Jahre, die Besetzungswelle um 1989 bis 1992 und aktuelle Kämpfe um Wohnraum im 21. Jahrhundert. Zugleich geht es um jene Orte, die aus Besetzungen hervorgingen und Tübingen bis heute prägen: Epplehaus, Münze 13, Lu15, Schelling, die Wagenburgen und das 4-Häuser-Projekt. Ein Abend über zivilen Ungehorsam, linksalternative Erinnerungskultur und die Frage, wem die Stadt gehört. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen zum Buch gibt es unter www.analyse-subkultur.de. Diese Veranstaltung wird gefördert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg. Im Anschluss an die Veranstaltung findet die Epple-Kneipe statt! Bleibt also gerne noch 🙂